Sektion Zittau des Deutschen Alpenvereins e.V.

Friedrich Ernst Berger ist es zu verdanken, daß 1887 die Sektion Warnsdorf im Deutsch- Österreichischen Alpenverein gegründet wird. Die Sektion stützt sich vor allem auf Mitglieder aus Warnsdorf, Zittau und Neugersdorf. Man hatte sich hauptsächlich der Erschließung von unbekannten Alpenregionen verschrieben. So konnte 1900 durch Geldspenden von Zittauer Unternehmern und einem Zuschuß des Deutsch- Österreichischen Alpenvereins die Zittauer Hütte durch Baumeister Platterer gebaut werden. Die Zittauer waren damals die zweitgrößte Gruppe in der Sektion Warnsdorf. Am 9. August 1901 konnte die Hütte im Rahmen einer feierlichen Einweihung an die Alpenfreunde aus Zittau, sowie die vielen Ehrengäste übergeben werden.

In den ersten Jahren hatte das neuzeitliche Schutzhaus nur wenig Zuspruch, da besonders der Anmarschweg sehr beschwerlich war. Erst der spätere Ausbau der Gerlosstraße sorgte für einen Aufschwung. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Ende der K.u.K.- Monarchie gründete sich die Sektion 1920 neu, mit dem Namen „Deutscher Alpenverein Warnsdorf“. Nach dem Anschluß des Sudetenlandes 1938 führte der Verein den Namen Warnsdorf - Zittau des Deutschen Alpenvereines. Bis zu seinem Tode 1943 war Freidrich Ernst Berger der Vorsitzende dieses Vereins.

Neuer Vorsitzender wurde 1943 Johann Knobloch ein Lehrer aus Zittau, der sich in seiner Jugend auch als Erstbegeher an solchen Felsen wie Ernst Schulze Stein und Uhustein im Zittauer Gebirge hervorgetan hatte.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das Wirken des Alpenvereins in unserer Oberlausitzer Region jäh unterbrochen. Vereine, wie die „Spitzsteiner“, die im Sinne des Alpenvereins tätig waren wurden verboten.
Fritz Hübner, Werner Messow, Erwin Hensel, Kurt Schacherl, Werner Zscharn, Rolf Thomas (zeitweise Hüttenwart der Warnsdorfer Hütte) waren Mitglieder der „ Spitzsteiner“, die von den damals Mächtigen zerschlagen wurden.

Über all die Jahre des Sozialismus verbargen Willy Schmidt und Werner Messow wichtige Dokumente aus der Vereinsgeschichte in Ihren Wohnungen. Teilweise wurden doppelte Böden im Fußboden angelegt, um sie sicher zu verwahren. So hat Werner Messow noch das Original des Hüttenbuches der „Zittauer Hütte" mit der Eintragung des Königs von Sachsen, bei seinem Besuch der Hütte.

In den DDR-Jahren mussten sich die Kletterer und Wanderer im DWBO organisierten. Betriebssportgemeinschaften waren die Basis für das Sporttreiben.
So gab es die Sportgemeinschaften Robur (ZBG), Empor, Lok, Oybin, Turbine, Fortschritt (Zittau, Eibau) und ASV.
Nach der Wende stand die große Frage, wie soll man mit den Traditionen umgehen. Gehen die Zittauer zum Deutschen oder Österreichischen Alpenverein.
Auf der Gründungsversammlung 1990 wurde diese Frage geklärt und die überwiegende Mehrheit entschied sich für den Deutschen Alpenverein. Die ehemaligen Mitglieder der Zittauer Bergsteigergemeinschaft von Empor Zittau und Lok Zittau schlossen sich zusammen. Waren es zur Gründungsversammlung noch 73 Mitglieder, so sind es nun schon über 700. In vielen Sportarten sind unsere Mitglieder aktiv, so in der Alpinistik, im Wandern, Klettern, Skifahren, Surfen, Radfahren, Laufen, Volleyball, Gymnastik, Skaten, Mountainbike u.s.w..
Für das Vereinsleben stehen 2 Mittelgebirgshütten zur Verfügung. Eine Hütte befindet sich in Jonsdorf im Zittauer Gebirge, die andere Hütte steht in Hohnstein, in der Sächsischen Schweiz.
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